Screenshot MacOS

Warum das?

2005 war ich “Auf der Suche nach dem besten Tool” und bin es weiterhin, neugierig und mit Freude. Deshalb hat es mir schon immer viel Spaß gemacht, Dinge auszuprobieren und darüber zu schreiben. Lange habe ich das nicht mehr gemacht, nun will ich es hier wieder fortführen. Ganz ohne bezahlte Werbung oder gebuchte Seitenimpressionen oder was es da noch geben sollte. Einfach so :-).

Die meisten Kandidaten habe ich bei den ToDo-Apps getestet und wechsle hier auch hin und wieder um neuen Anforderungen gerecht zu werden oder um einfach den Spaß daran nicht zu verlieren. Die nächste spannende Kategorie sind Später-Lesen-Apps. Hier gab es lange vor allem Pocket und Instapaper. Nun ist mit GoodLinks für MacOs, iOS und iPadOS ein neuer beachtenswerter Kandidat hinzugestoßen.

Nun aber zum Thema: GoodLinks

Wie zu erwarten war, lassen sich Links speichern, um sie später ohne Werbung und Ablenkung anzuschauen. Dazu gibt es eine optimale Sharesheet-Erweiterung. Auch für MacOS steht eine Safari-Erweiterung zur Verfügung. Organisieren lassen sich die Artikel über den Ungelesen-Modus und via Tags und Sternchen. Es gibt verschiedene anpassbare Darstellungsmodi, Schriftarten, Siri-Shortcuts und Themes. Artikel können über einen Quick-Save-Modus schnell zur Ungelesen-Liste hinzugefügt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die App als Bookmark-Manager zu verwenden und neue Links z.B. als “gelesen” abzulegen.

Zwei Screenshots, gerahmt durch ein rotes iPhone 11. Links die Oberfläche der App mit ihren organisatorischen Möglichkeiten. Rechts ein geöffneter Artikel
GoodLinks kommt aufgeräumt daher. Zunächst die Bereiche “Ungelesen”, “Favoriten”, “Ohne Tags” und “Gelesen”. Daran anschließend die vergebenen Tags.

Positiv hervorzuheben …

Alles bleibt in der eigenen iCloud. Es gibt keine Notwendigkeit, ein Konto anzulegen. Links, Tags und die Leseposition werden automatisch synchronisiert. Das macht die App auch sehr schnell im Vergleich zu den großen Diensten.

GoodLinks kostet einmalig um die €5 und kommt komplett ohne Abo und In-App-Käufe aus.

Was fehlt …

Im Vergleich zu Pocket ist GoodLinks noch nicht so gut darin, Schranken zum Inhalt zu überwinden und Inhalte zu extrahieren. Hier zu sehen am Beispiel eines Zeit-Artikels. Links Pocket, rechts GoodLinks.

Zwei Screenshots, gerahmt durch ein rotes iPhone 11. Links ist zu sehen, dass der Artikel vollständig geladen wurde. Rechts wird der Hinweis auf Werbung des Anbieters eingeblendet.
Probleme bei der Extraktion von Inhalten. Links Pocket, rechts GoodLinks.

Außerdem gibt es keine Hervorhebungen, Playlists etc. Aber die werden ja auch nicht versprochen.
Die App ist nur für MacOS, iOS und iPadOS verfügbar, was eine plattformübergreifende Nutzung nicht möglich macht.

VoiceOver-Verträglichkeit

Die App-Navigation funktioniert sehr gut. Auch die Settings sind gut erreichbar. Probleme gibt es bei Navigation in einem Artikel über mehrere Seiten. Hier lassen sich die nächst folgenden Seiten nicht anspringen. Der ganze Text wird jedoch problemlos vorgelesen und die Elemente im unteren Seitenbereich lassen sich ebenfalls gut anspringen. Sie sind nur auf Englisch verfügbar.

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Michael Himsolt antwortete am 12.08.2020 um 21:25

Ich probiere GoodLinks auch gerade auch aus. Wenn das Extrahieren des Textes aus der Webseite zuverlässiger wird, dann könnte es Pocket bei mir ersetzen.

Manuela Hoffmann antwortete am 12.08.2020 um 21:45

Das geht mir ebenso. Ansonsten reicht es mir völlig vom Funktionsumfang.

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Manuela

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